Was macht eine gute Website aus?

Eine gute Website: Was ist das überhaupt?

Es ist schon mal nicht der Preis.

Es gibt Firmen, die eine fünfstellige Summe für die Unternehmenswebsite ausgegeben haben, die ihnen dann nichts gebracht hat:

Jedenfalls nicht aus Marketingsicht.

Warum ist das so?


Teilweise schätzen Website-Betreiber*innen die Aufgaben einer Unternehmensseite schlicht falsch ein: Und deshalb geben sie viel Geld für die falschen Sachen aus und keines oder wenig für die richtigen.


Welche Aufgaben hat Deine Website?

 

Aber vielleicht sollten wir erst einmal klären, was eine Website eigentlich „bringen“ soll, also wie sie idealerweise für Dich arbeiten kann:

Dabei ist es erst einmal wichtig zu wissen, dass Deine eigene Internetpräsenz ja das Mutterschiff aller Deiner (Online-)Marketingmaßnahmen ist:

Fast alle von uns kümmern sich ja auf die eine oder andere Art darum, sichtbar zu werden.

Beispielsweise durch das Posten in den Social Media Kanälen, den Versand von Newslettern, Schalten von Facebook- oder Google-Ads.

 

Dabei geht es aber in der Regel immer darum, möglichst viele Menschen zum Content oder zu den Produkten auf Deiner Website zu ziehen:


Nur hier bist Du völlig frei in Deinen Entscheidungen, kannst Du Dein Angebot umfassend darstellen. Außerdem kannst Du Deine Expertise mithilfe von Blogartikeln nachweisen, Deine Kundenreferenzen auflisten und Vieles mehr.

Deshalb solltest Du Deine Seite STARK machen – in jeder Hinsicht: Damit sie Dir auch wirklich etwas nützt und nicht einfach nur schön in der Gegend herumliegt!

First things first


Zwei wichtige Dinge vorab, bevor wir zur Übersicht über die verschiedenen Zutaten kommen:

Erstens:
Saubere Technik, ein modernes Design und natürlich ein vernünftiges Angebot auf der Website sind logischerweise wichtig und bilden die unverzichtbare Basis.

ABER -  zweitens:
Das Allerwichtigste auf Deiner Website ist der MEHRWERT für die Besucher: Das bedeutet, dass Deine Seite die Fragen, Bedürfnisse und Probleme der User genau beantworten muss:
Wenn sie das nicht tut, wird’s schwierig…

Und das sind die Zutaten für eine gute Website:


Klar definierte Website-Ziele
Klar definierte Zielgruppe(nBedürfnisse)
Sinnvolle Strukturierung und Navigation
Hohe Nutzerfreundlichkeit
Wirklich gute, nützliche Inhalte
Bei Google sichtbar
Schnelle Ladezeiten
Mobile friendly und sicher
Vertrauenswürdigkeit und Transparenz
FAZIT

 

 

Ziele der Website

 

Mach Dir klar, was die Website konkret für Dich leisten soll:
Soll sie direkt Produkte verkaufen (Onlineshop) oder Leads generieren – zum Beispiel Newsletter-Abonnenten? Ist das Hauptziel, dass die Website-User direkt Kontakt zu Dir aufnehmen, beispielsweise über Telefon oder Kontaktformular?
Vielleicht bietest Du ja auch Informationsmaterial zum Download, dann wären möglichst viele Downloads auch ein mögliches Website-Ziel.

 

Tipp:
Stell‘ Dich in die Schuhe Deiner Zielgruppe: Was würde diesen Menschen am meisten weiterhelfen, nachdem sie Deine Website besucht haben?

 

 

Zielgruppe definieren

 

ACHTUNG:
Hier geht es nur am Rande um Merkmale wie Alter, Geschlecht, Lebenssituation:
Zwar solltest Du Schreibstil und Design auch möglichst auf die Zielgruppen-Generation ausrichten: Da erwartet die Tiktok-Generation vermutlich schon was anderes als die Babyboomer 😉.

 

ABER:
Wesentlich wichtiger sind die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe; also was sie bewegt und wo sie sich eine passende Lösung wünschen.

Beispiel:
Jemand sucht nach einem KFZ-Sachverständigen, weil er oder sie einen Unfall hatte.

Für das Angebot auf Deiner Website als KFZ-Gutachter spielt es keine Rolle, ob diese Person 30 oder 60 Jahre alt ist, Kinder hat oder nicht, ein teures oder ein günstiges Auto fährt.

Dasselbe gilt für Menschen mit Heuschnupfen, die nach einem passenden Heilpraktiker suchen, oder Verlobte, die individuell designte Eheringe suchen, und, und …


Die Aufgabe Deiner Website ist, diese Zielgruppe „abzuholen“ und deren Erwartungen zu erfüllen.
Sonst sind sie – zack – weg beim nächsten Anbieter.


Wenn sie aber bleiben, weil sie gefunden haben, was sie gesucht haben, dann werden sie vielleicht sogar gleich Kunden - oder sie führen zumindest eine Conversion aus:

Also eine erwünschte Handlung wie die oben beschriebenen Downloads, Kontaktaufnahmen oder Ähnliches.


Und selbst wenn sie das nicht tun, werden sie vermutlich zumindest länger auf Deiner Seite bleiben als wenn sie nicht das Gewünschte gefunden hätten: Und die längere Verweildauer stärkt die Relevanz Deiner Website gegenüber Google 😊.

Strukturierung und Navigation

 

Auch hier geht es zuallererst um die Besucher*innen (o.k., es geht zusätzlich schon auch um Google…):
Eine logisch strukturierte Seite mit einer klar benannten Navigation hilft den Usern und der Suchmaschine, sofort zu erkennen, wo es um was geht.


Beachte dabei:

  • Verwende für die oberste Navigationsebene auf keinen Fall mehr als 7 Navigationspunkte:
    Es wird sonst unübersichtlich für die Besucher*innen.
  • Verwende eindeutige Namen, die die User von anderen Webseiten kennen, also lieber „Newsletter“ als „Klönschnack“, und lieber „Über mich“ als „Die Person dahinter“.

 

Das Wichtigste ist, dass sich die Besucher*innen auf Deiner Website gut zurechtfinden können.

 

Dafür (und auch für SEO 😉) macht es Sinn, Deine Angebote und Deine Themen in mundgerechte Häppchen aufzuteilen:
Diese Einteilung in Häppchen macht es nämlich sowohl den Usern als auch Google leichter, zu erkennen, wo es um was geht und wie das jeweils zusammenhängt.


Eine solche Navigationsplanung sollte zusammen mit der Inhaltsplanung stattfinden - und zwar BEVOR Du die Website erstellst bzw. vor einem geplanten Relaunch.
In der Grafik siehst Du ein Kundenbeispiel für eine solche sinnvolle Seitenstruktur:

Gute Usability (Nutzerfreundlichkeit)

 

Hierzu zählt alles, was den Usern die Benutzung der Webseite erleichtert:
Also verwende kein ausgefallenes Design, wo man womöglich erst einmal lange das Menü suchen muss oder partout nicht zur Startseite zurückkommt.
Die Elemente sollten in einer gewohnten Optik dargestellt werden und alles sollte intuitiv zu nutzen sein, ohne dass die Besucher*innen erstmal Detektivarbeiten leisten müssen.

Die Inhalte selbst sollten gut konsumierbar sein:

Also keine Textwüsten, sondern ein Text, der aufgelockert wird durch Zwischenüberschriften, Abstände, Aufzählungen – und idealerweise auch passende Bilder (oder Videos).

 

Mobile friendly und sicher

 

Eigentlich ist es inzwischen eigentlich fast überflüssig, diese beiden Punkte zu erwähnen:
Dass eine Website voll responsive ist und auf allen mobilen Endgeräten perfekt nutzbar, ist mittlerweile Standard.

O.k., da draußen schwirren vielleicht noch ein paar alte Webseiten herum, bei  denen das nicht der Fall ist: Aber das sind dann in der Regel Seiten, um die sich schon sehr lange niemand gekümmert hat.

Auch die sichere SSL-Verbindung sollte inzwischen überall Standard sein:

Es handelt sich hier um eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Server, auf der die Website gehostet wird und dem Endnutzer. Eine solche sichere Verbindung erkennt man an einem geschlossenen Schloss und "https://" vor der Website Adresse in der URL-Zeile des Browsers.


Die Browser, besonders Chrome, zeigen sogar explizit an, wenn die SSL-Verschlüsselung fehlt und die Website deshalb als unsicher eingestuft wird:

Informative Inhalte mit viel Mehrwert

 

Relevante Informationen und größtmöglicher Nutzen – das sind die Schlüssel zu Hirn und Herz Deiner Website-Besucher*innen:
Natürlich sind für der Erstellung von guten Texten auch formale Dinge wichtig: Beispielsweise sollten die Texte mühelos zu lesen sein; schreibe also möglichst keine zu langen oder verschachtelten Sätze. Fehlerfreie Grammatik und Rechtschreibung sind ebenfalls elementar und sie erhöhen Deine Glaubwürdigkeit.

Aber wirklich zentral ist, dass Du Deiner Zielgruppe mithilfe Deiner Texte passende Lösungen und Antworten zu den Fragen lieferst, die sie bewegen!
Geh‘ dabei genau auf potenzielle Fragen ein; erkläre alles gut und verständlich: Sowohl Deine Produkte oder Dienstleistungen als auch die thematischen Zusammenhänge.
Beschreibe genau, was Dein Angebot Deinen potenziellen Kund*innen bringt: Denn sie entscheiden aufgrund des gefühlten Mehrwerts, ob sie Vertrauen zu Dir und Deinem Angebot fassen.

 

Gute Nutzerführung

 

Biete den Besucher*innen sinnvolle Verweise (Querverlinkungen) an, wo diese für das (weitere) Verständnis nützlich sind. Gib‘ ihnen Handlungsaufforderungen (Call to Action), damit sie wissen, was sie als Nächstes tun können:
All das führt die User sinnvoll durch die Website und sorgt auch für eine längere Verweildauer – was wiederum gut für Dich und die Signale an Google ist.
Also eine Win-Win-Situation 😊

 

 

Bei Google sichtbar


Das sage ich nicht nur, weil SEO mein tägliches Geschäft ist:
Was eine Website ganz besonders ausmacht, ist, dass sie gefunden wird!

Egal, wie toll Dein Design ist, wie wunderbar die Nutzerführung und wie informativ Deine Texte:
Wenn Du ignoriert hast, wonach (das heißt, nach welchen Keywords) Deine Zielgruppe bei Google sucht, dann hast Du höchstwahrscheinlich ein Problem mit der Sichtbarkeit.

 

Die richtigen Keywords zu finden - nämlich die, für die Deine Website eine reelle Chance auf vordere Rankings hat - ist hier der wichtigste Schritt. Deine Texte sollten genau die Suchintention bedienen, die hinter dem jeweiligen Keyword steckt:

Und das bedeutet eben nicht, das Keyword immer wieder sinnlos in den Text zu stopfen – sondern (siehe oben) die Bedürfnisse Deiner Besucher*innen zu verstehen und entlang von deren Suchbegriffen zu beantworten 😊.

Schnelle Ladezeiten

 

Internetnutzer – und noch mehr Google, das den User*innen die bestmöglichen Ergebnisse liefern will – tolerieren schon lange keine langsamen Ladezeiten mehr:
Besonders wichtig ist dabei, dass Besucher schnellstmöglich mit der Website interagieren können. Google teilt die Ladezeit sozusagen in verschiedene Abschnitte ein:

 

Diese Kennzahlen aus den Core Web Vitals geben Auskunft darüber

  • wie schnell eine Webseite auf die erste Aktion eines Nutzers reagiert (FID)
  • wie schnell das größte Element im sichtbaren Bereich übertragen ist (LCP)
  • wie stabil das Layout ist: Jedes Mal, wenn sich ein Element auf einer Seite unbeabsichtigt verschiebt, verschlechtert das den Wert (CLS)

Hier findest Du ausführliche Informationen über das Thema Core Web Vitals und die Auswirkungen in Bezug auf SEO: ahrefs.com/blog/de/core-web-vitals/

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite zu messen; ausschlaggebend ist dafür übrigens die mobile Version (die meist eben leider langsamer performt als die Desktop-Version)

 

Google schreibt dazu in den FAQs von thinkwithgoogle.com/intl/de-de/feature/testmysite/ :
Wie sind die Einstufungen "Schnell", "Durchschnittlich" und "Langsam" für die Website- und die Seitengeschwindigkeit definiert?
Schnell: 0 bis 2,5 Sekunden
Durchschnittlich: 2,5 bis 4 Sekunden
Langsam: ab 4 Sekunden

 

 

Kontaktmöglichkeiten, Impressum, Datenschutz

 

Deine Besucher*innen sollen die Möglichkeit haben, schnell und einfach mit Dir in Kontakt zu treten: Dabei hilft beispielsweise ein Kontaktformular, das übersichtlich ist und Informationen möglichst datensparsam abfragt.


Deine Telefonnummer und Email-Adresse auf jeder Seite der Domain gut sichtbar bereitzustellen (beispielsweise im Footer) ist ebenfalls sehr sinnvoll.


Nicht nur aus rechtlicher Sicht, sondern auch der Vertrauenswürdigkeit zuliebe brauchst Du ein korrektes Impressum und eine datenschutzkonforme Datenschutzerklärung.
Gute Informationen über die Datenschutzerklärung liefert beispielsweise wbs-law.de/it-und-internet-recht/datenschutzrecht/datenschutzerklaerung/

 

FAZIT:

 

Was eine gute Website wirklich ausmacht, ist also die gelungene Mischung:
Und zwar einerseits die grundlegenden Dinge wie Ziele und Zielgruppe sowie formale Dinge wie gute Technik, Kontaktmöglichkeiten und Rechtssicherheit.


Und andererseits – und hier kommt DEINE Chance, Dich wirklich von Deinen Mitbewerber*innen abzuheben:
Aus dem Mehrwert, den Du über Deine Inhalte direkt in Hirn und Herz Deiner Besucher*innen transportieren kannst. Indem Du ihre Fragen und Probleme punktgenau beantwortest.


Denn wenn Dein/e Besucher*innen sich verstanden und abgeholt fühlen, dann fühlen sie sich wohl, bleiben auf der Seite, führen Conversions aus und werden als Nächstes womöglich auch zu Kund*innen 😊.


Und DANN ist es wirklich eine richtig gute Website, die einen tollen Job für Dich (und ihre Besucher) macht!

 



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