Website-Relaunch der Firmenhomepage: Was ist zu beachten

Tipps für den Website-Relaunch

 

Wer sich dazu entschließt, die eigene Firmenwebseite für Google zu optimieren, krempelt häufig auch die Struktur des Online-Auftritts um oder zieht vielleicht sogar gleich mit seinem Angebot auf eine andere Domain um:
Oder es gibt einen Relaunch wegen des Umzuges der Firmenhomepage von einer statischen Webseite auf ein CMS (Redaktionssystem), oder vielleicht auch einen Wechsel des CMS – zum Beispiel  von Joomla auf Wordpress.

 

Egal, was der Grund für die Veränderungen an Ihrer Webseite ist:
Es gibt ein paar Dinge zu beachten, damit die Sichtbarkeit bei Google dadurch nicht leidet und damit potenzielle und bestehende Kunden Ihre Inhalte (wieder)  gut finden können.

Falls es um eine Optimierung der Webseite geht, ist das wichtigste Ziel, die relevanten Keywords zielführend in die Webseite und in die internen „Hinweisschilder“ für Google einzuschleusen.
Falls die gezielte Suchmaschinenoptimierung nicht das Thema ist, müssen Sie sich eigentlich "nur" darauf konzentrieren, keine bestehenden Hinweisschilder versehentlich zu entfernen.

Sehr wichtige „Hinweisschilder“ sind die Navigationsstruktur (die Benennung der Navigationsmenü-Punkte) und die URL-Struktur (die Pfade zu

den einzelnen Unterverzeichnissen auf Ihrer Webseite, z.B. /leistungen, /über-uns etc.).
Auch der Domainname spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle: Auch er kann ein nützliches Hinweisschild sein.

 

Ein Beispiel zu Domain und URL:
Wenn Sie Ihre Leistung  als Karrierecoach unter der Adresse (URL) www.franckmueller.de/leistungen beschreiben, können Sie fast automatisch von einer schlechteren Sichtbarkeit ausgehen als unter www.karriereberatung-mueller.de/coaching (immer vorausgesetzt, die Text-Inhalte unter beiden Adressen sind gleich informativ, ausführlich und zum Thema passend - und die technische Performance der beiden Webseiten ist gleich gut).


Prüfen Sie deshalb – bevor Sie konkrete Massnahmen ergreifen - wie gut Ihre „alte“ Webseite bisher für Sie arbeitet und ob Sie die Umstellung für eine Verbesserung der Hinweisschilder nutzen sollten -  oder ob Sie einfach nur den aktuellen Stand erhalten möchten.

 

 

 

Was ist nun konkret für den Umzug oder die Umstellung der Firmenwebseite zu beachten?

 

1.)
Treffen Sie eine Entscheidung für oder gegen eine neue Navigations- und URL-Struktur:

Je nachdem, wie gut die alte Webseite funktioniert hat.

 

  • Wenn Sie mit der Seite www.karriereberatung-mueller.de/coaching schon ein recht gutes Ranking unter „Coaching“ im Zusammenhang mit Karriere haben, dann gibt es keinen Grund, diese Struktur aufzugeben. Soll heißen: Falls Sie Ihre Domain vielleicht umbenennen müssen, weil Sie jetzt Meier statt Müller heißen, dann ziehen Sie die Inhalte der alten Unterseite von www.karriereberatung-mueller.de/coaching  auf www.karriereberatung-meier.de/coaching um, und nennen Sie das neue Unterverzeichnis nicht plötzlich „Beratung“ oder „Leistungen“ statt „Coaching“.
  • Häufig ist es aber so, dass alles umgekrempelt werden muss, weil die bisherige Struktur einfach keine guten „Hinweisschilder“ für Google hergibt: Wenn Sie beispielweise bisher Begriffe und Unterverzeichnissen wie „Gesunde Organisation“ (die so niemand googelt) statt „Burnout Prophylaxe“ (was wesentlich zielgerichteter und ein recht häufig gesuchtes Keyword ist) verwendet haben, rate ich zu einer zielgerichteten Überarbeitung der Struktur.


2.)
Machen Sie einen Weiterleitungs-Plan:

  • Wenn Sie – vermutlich durch eine Keywordanalyse und/oder eine Konkurrenzanalyse – die Begriffe genau kennen, die Sie im Zusammenhang mit Ihren Leistungen verwenden sollten (damit Sie auch von Ihren potenziellen Kunden gefunden werden), dann skizzieren Sie erst einmal die neue Seitenstruktur.
  • Machen Sie eine zweite Skizze mit der alten Seitenstruktur.
  • Ziehen Sie Verbindungslinien von den Unterverzeichnissen aus der alten Webseite, die Sie inhaltlich/textlich so beibehalten wollen:
    Beispielsweise von www.karriereberatung-mueller.de/gesunde-organisation  aus der alten Seite:
    Wir nehmen einmal an, dass Ihre Informationen zu Burnout in Unternehmen auf dieser Unterseite und das Leistungsangebot in diesem Zusammenhang relevant und ausführlich sind – dann können ja die Inhalte sehr gerne in die neue Webseite hineingenommen werden.
    Auf der neuen Webseite soll dieser Themenbereich aber das Hinweisschild „Burnout Prophylaxe“ erhalten -> also ziehen Sie die Inhalte
    von www.karriereberatung-mueller.de/gesunde-organisation auf www.karriereberatung-meier.de/burnout-prophylaxe um.


3.)
Informieren Sie über den Umzug; leiten Sie Online-Aufrufe weiter

 

301-Weiterleitung:
Ähnlich wie bei einem Wohnungsumzug und dem damit verbundenen Nachsendeantrag ist es wichtig, dass Versuche, Webseiten-Verzeichnisse aufzurufen, nicht „ins Leere“ gehen -> sondern verlässlich weitergeleitet werden. Aus diesem Grund sollten für alle Inhalte, die auf eine neue Adresse umgezogen sind, permanente Weiterleitungen (301-Weiterleitungen) beim Provider der alten Adresse eingerichtet werden.
Unterverzeichnisse mit unwichtigen Inhalten, die Sie nicht „hinüberretten“ möchten, brauchen natürlich dann keine Weiterleitung.
Ebenso wenig davon betroffen sind neue Unterseiten, die Sie erst innerhalb der neuen Adresse frisch anlegen. Diese werden ja quasi in der neuen Heimat „geboren“.


Externe Links von fremden Webseiten:
Denken Sie daran, dass Sie während der Lebenszeit der alten Domain bzw. der alten Struktur sicher auch Links von externen Seiten erhalten haben:
Beispielsweise wenn eine Ratgeber-Webseite einen bestimmten Themenbeitrag auf Ihrer Webseite, z.B. auf www.karriereberatung-mueller.de/ coaching/wingwave-coaching  verlinkt hat.
Sollte jemand auf den „alten“ Link auf der Ratgeberseite klicken, landet er ohne eingerichtete 301-Weiterleitung im Nirgendwo, aber mit 301-Weiterleitung immerhin in Ihrem neuen Verzeichnis. Allerdings wertet Google diesen Link dann für Ihre neue Adresse dann nicht mehr so hoch wie für Ihre alte:

Um diesen gewissen Verlust an sogenannter Linkpower zu verhindern, sollten Sie den Webmaster der verlinkenden Seite um eine Anpassung des Links auf Ihre neue Adresse bitten, hier im Beispiel www.karriereberatung-meier.de/coaching/wingwave-coaching.


Die Links aus Ihren eigenen externen Seiten und Profilen (z.B. aus Social-Media-Netzwerken wie Xing, Facebook etc.) können Sie dagegen selbst anpassen, denn dort haben Sie Zugriff auf die entsprechenden Funktionen.

 

 

 

 

VORSICHT:


Auch wenn Sie gar keine größeren Veränderungen vornehmen, ist das Risiko groß, bisherige Erfolge bei Google relativ schnell (erst einmal) zunichte zu machen:
Einer meiner Kunden hat ein sehr wichtiges Verzeichnis mit einem sehr wichtigen Keyword (Betonmaschinen) völlig umbenannt (Maschinenbörse) und sein sehr gutes Ranking unter „Betonmaschinen“ auf Seite 1 verloren – denn ohne 301-Weiterleitung war Google nicht klar, dass die Inhalte noch weiter existieren: Die Suchmaschine ging dann davon aus, dass es diese Unterseite gar nicht mehr gibt (-> kein „Nachsendeantrag“).

In diesem Fall heißt es dann erst einmal abwarten, bis Google die neu benannte Unterseite wieder im „Katalog“ hat und -hoffentlich- deren thematische Relevanz für das Thema Betonmaschinen (trotz des fehlenden Hinweisschildes Navigationspunkt „Betonmaschinen“)  wieder erkennt.
Mit einem planvollen Vorgehen hätte man diesen Sichtbarkeitsverlust von vorneherein verhindern können: Bitte ändern Sie deshalb in Ihrer Webseite nur sehr vorsichtig etwas innerhalb dieser kritischen Bereiche!


Wünschen Sie sich weitere Tipps oder konkrete Unterstützung beim Umzug oder bei der Neuaufsetzung Ihrer Homepage?

Sprechen Sie mich gerne an und umgehen Sie die klassischen Stolpersteine:

 

Telefon 040 - 40 17 09 09 oder info@webhonesty.de