5 schädliche SEO-Mythen: Gruselig und überflüssig

SEO-Gerüchte und Halbwahrheiten, die Du getrost ignorieren kannst

SEO-Mythen: Immer noch hartnäckig
SEO-Mythen: Immer noch hartnäckig

Suchmaschinenoptimierung ist vielschichtig und hat sich in den letzten 15 Jahren extrem weiterentwickelt und verändert. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich SEO-Erkenntnisse aus der Vergangenheit manchmal lange halten: Obwohl sie längst keine Gültigkeit mehr haben.


Andererseits gibt es auch SEO-Mythen und -Gerüchte, die so eigentlich noch nie gestimmt haben 😉.
Die aus meiner Sicht wichtigsten (weil schädlichsten oder albernsten) möchte ich Dir hier vorstellen:


1.) Der Webdesigner macht SEO automatisch mit

Das ist eigentlich mein "Lieblings-Mythos", weil diese Ansicht extrem weit verbreitet ist - und weil sie fatale Auswirkungen hat.

 

Von Neukunden höre ich nämlich immer wieder, dass sie sehr erstaunt sind, dass ihre Webseite keine Rankings hat: Obwohl doch der Webdesigner die SEO-Einstellungen oder "Basis-SEO" mit in seinem Angebotspaket hatte.

Die Aussage an sich ist dabei (normalerweise) nicht falsch:
Denn in der Regel hat die Person, die die Website erstellt hat, dann die Meta-Titel und die Meta-Beschreibungen im CMS hinterlegt.

 

Ohne SEO-Strategie kein Erfolg

 

Das Problem ist nur:
Wenn die Texte des Kunden nicht auf SEO-Ziele (Keywords, Suchintention) ausgerichtet sind und innerhalb der Website nicht zielgerichtet aufbereitet sind, dann bringt es auch nichts, die Meta-Tags zu befüllen.

 

SEO beginnt Lichtjahre (!) vor der Formulierung von Meta-Titles und Meta-Description. Und ein Webdesigner oder Website-Entwickler kennt sich in der Regel weder mit Keyword- und Mitbewerberanalyse noch mit Contentstrategien aus.

Die Nutzung der vom CMS bereitgestellten Möglichkeiten ist gut gemeint, aber es gibt einfach keinen positiven Effekt, wenn die Contenterstellung ohne SEO-Strategie erfolgt ist.

2.) SEO ist "Keywords einfüllen" - und that's it!

Uff - das ist eine der meistgestellten Fragen an mich: "Wo muss ich denn jetzt meine Keywords einfüllen?"

 

Sehr, sehr viele Website-Betreiber*innen denken nämlich, sie könnten erst einmal die Seite komplett mit hübschen Texten und allem Drum und Dran fertigmachen (lassen): Und hinterher kommt dann noch ein bißchen SEO dazu... Indem man die Keywords, die (irgendwie) passen könnten, irgendwo einfüllt.

 

Dieser SEO-Mythos kommt wohl tatsächlich aus der (lange vergangenen!) Vergangenheit: Als Google nämlich noch strohdumm war und es nötig und möglich war, der Suchmaschine über den Keyword-Meta-Tag stichwortartig mitzuteilen, um was es auf der Seite überhaupt geht.
Ich kann nicht beurteilen, ob das damals in grauer Vorzeit wirklich mal funktioniert hat - schließlich bin ich "erst" seit zehn Jahren SEO-Expertin 😉.

 

Aber ich Dir Dir definitiv sagen, dass es HEUTE nicht so funktioniert:

In meinem Artikel über die Do's und Dont's bei der Keywordumsetzung bin ich darauf genau eingegangen.

3.) Durch bezahlte Google Ads rankt die Webseite besser

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht so sicher, wieviele normale Webseitenbetreiber*innen das wirklich annehmen:

Aber dieser Irrglaube wird definitiv von semi-seriösen (?) Google-Ads-Dienstleistern befeuert:
Immer wieder kann man sinngemäss Versprechungen lesen wie "Für x Euro im Monat kommen Sie mit dem wichtigsten Keyword auf Position 1".

 

Kein SEO-Experte - ich glaube, wirklich keiner - würde so etwas behaupten: Weil es einfach nicht stimmt.

Denn es ist nicht möglich, sich mit Geld-Einzahlungen an Google organische Rankings zu erkaufen.

 

Was natürlich möglich ist:

Innerhalb der bezahlten Anzeigen (die auch so gekennzeichnet sind) oberhalb der organischen Ergebnissse weit oben zu erscheinen. Vorausgesetzt, der Google-Ads-Spezialist kann seinen Job, und vorausgesetzt, das Gebot für den Cost per Click ist hoch genug, der Qualitätsfaktor für das gebuchte Keyword vernünftig, und, und ...

 

Organische Rankings sind etwas anderes als gekennzeichnete Werbung

 

Aber ja: Man kann vermutlich ein Preisschild an ein obere Anzeigenposition hängen.

So wird dann ein Schuh daraus - aber es ist und bleibt immer noch eine Anzeige, und eben kein Ranking in der Suchergebnisliste.

Und vielleicht vermeiden viele potenzielle Besucher Deiner Webseite sogar, auf Anzeigen zu klicken: Weil sie "echte" Antworten auf ihre Fragen haben wollen - und nicht ungefähr passende bezahlte Ergebnisse.

4.) Ein SEO-Text sollte XYZ Worte lang sein

Wie war das noch: Die Größe ist nicht entscheidend 😉?

Es kommt darauf an ... wie immer eigentlich:

Es können theoretisch auch kurze Texte für ein wichtiges Keyword ranken; aber ob das klappt, hängt von der Suchintention ab.

 

Fakt ist: Die Textlänge ist kein Ranking-Faktor.

Das heißt, dass kurze Beiträge theoretisch genauso gut ranken können wie lange und dass es nicht grundsätzliche eine „magische“ Wortanzahl wie beispielsweise 300 oder 500 oder 1500 Worte gibt, die Du erreichen müsstest.

 

Richtig ist: Es zählt das relevanteste Ergebnis

 

Andererseits ist es so, dass Google den Usern der Suchmaschine immer das bestmögliche Ergebnis liefern möchte. Und gerade wenn es um informationsgetriebene Suchanfragen geht, sind das eben häufig ausführliche Texte, die alles rund um das betreffende Thema herum umfassend erklären.
Und Studien besagen, dass Suchergebnisse auf Seite 1 durchschnittlich 1500 bis 2500 Wörter lang sind (!)

 

Was tun?

Es ist eigentlich relativ einfach - also zumindest die Strategie, die Du anwenden solltest: Die Top-Beiträge für "Dein" Keyword zeigen dir, wie viele Worte in diesem Fall sinnvoll sind.

 

Behalte immer im Hinterkopf, dass es für jedes Thema, jeden Suchbegriff hunderte oder tausende oder noch mehr Webseiten gibt, die Inhalte dazu geschaffen haben. Du bist leider in der Regel nicht der/die Erste oder Einzige, und trittst deshalb immer in Konkurrenz zu bereits bestehenden Ergebnissen, die Google schon kennt und in den SERPs (Search Engine Result Pages) präsentiert.

Nutze diese Tatsache:

Studiere Deine Mitbewerber für Deine Keywords, die es bis ganz weit nach vorne geschafft haben.

 

Beachte dabei:

  • Nutze dafür unbedingt neutrale Tools, damit Du erkennen kannst, wer tatsächlich deutschlandweit für Dein Keyword ganz vorne rankt
  • Vergleiche Dich mit möglichst ähnlichen Anbietern: Schau' Dir die Textlänge und weitere Strategien lieber von beispielsweise anderen Coaches ab (wenn Du Coach bist) als von Frauenzeitschriften oder Psycho-Portalen.

In meinem Gratis-Mini-Video-Kurs "Keywords für Seite 1 finden" erkläre ich anhand von Beispielen und kostenlosen Tools, wie Du strategisch vorgehst.

5.) SEO ist supertechnisch und deshalb zu schwierig

Ich verstehe diese Sorge wirklich - schließlich bin ich auch keine Programmiererin und komme ursprünglich aus der Marketingforschung. Außerdem hatte ich in der Schule miserable Noten in Physik, dafür aber Deutsch als heiß geliebten Leistungskurs!

 

Um es klar zu sagen:
Natürlich muss eine Website technisch funktionieren und gerade die mobile Performance (ganz besonders die Ladezeit) ist wichtig, damit Google und auch die User die Seite ohne Probleme oder unnötige Verzögerung aufrufen können.

 

Aber:

Erstens muss heute sowieso niemand mehr eine Webseite händisch programmieren, da es phantastische CMS (Content Management Systeme) gibt und sogar Website-Baukästen, die besonders nutzerfreundlich sind. Diese Systeme machen es auch technischen Laien - wie mir beispielsweise, als ich mit SEO anfing - möglich, vernünftige Seiten zu erstellen.

 

Und zweitens ist die technische Performance nur ein Teil, oder genauer die Grundvoraussetzung für einen Erfolg bei Google. Oder andersherum ausgedrückt: Ohne Inhalte ist alles Nix 😉.

Tatsächlich gibt es unter den Webseiten, die ich für Kunden analysiere (weil sie keine oder kaum Rankings haben) vielleicht 5-10%, die tatsächlich technische Probleme haben.

Die Unsichtbarkeit bei Google hat dagegen zu etwa 99% völlig andere Gründe!

 

Das bedeutet:

Strategisch erstelle Inhalte sind der Erfolgs-Booster für Deine Website

 

Und dafür brauchst Du NULL technisches Verständnis in Sachen HTML, CSS oder Javascript. Das meiste Notwendige wird Dein CMS leisten, und für den - kleinen - Rest gibt es Dienstleister. Aber eben gerade diese Dienstleister (siehe Stichwort "Webdesigner macht SEO mit") können Dir nicht Deine SEO-strategische Arbeit abnehmen!

Fazit

Ich freue mich sehr, wenn ich Dir vielleicht die eine oder andere Sorge nehmen konnte - aber vielleicht musste ich Dir ja auch den einen oder anderen "Zahn ziehen"?

 

Dabei waren das ja jetzt nur meine Lieblings-SEO-Mythen ... es gibt noch so einige mehr 😊:

Ein Teil davon betrifft Dich als normale/n Webseitenbetreiber*in jedoch gar nicht - aber ich möchte unbedingt vermeiden, dass Du den wirklich schädlichen fünf Mythen auf den Leim gehst, die ich in diesem Artikel beschrieben habe!

 

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